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Fonds sexueller Missbrauch

Im Jahr 2012 stand vor dem Problem, dass ich eigentlich unbedingt mit der Traumatherapie weiter machen musste, aber meine Krankenversicherung keine Leistungen mehr erstatten wollte. Ein Antrag auf Übernahme der Therapiekosten wurde zweimal abgelehnt. Mein Arzt machte mich damals auf den neu eingerichteten Fonds sexuellen Missbrauch der Bundesregierung aufmerksam. Wir gingen zusammen die Voraussetzungen für eine Erstattung von Leistungen durch und merkten schnell, dass ich alle Kriterien erfüllte. 

 

Wieder zu Hause holte ich mir weitere Informationen ein. Ich rief bei einem Berater der Opferschutz-Organisation "Weißer Ring" an. Auch er bestätigte mir, dass ich bei meiner Geschichte sehr gute Chancen auf eine Erstattung der Traumatherapiestunden durch den Fonds hätte. Gemeinsam mit dem Berater stellte ich dann Ende 2013 den Antrag. Der Berater wies mich bereits auf relativ lange Wartezeiten hin. Ich ging realistisch mit einer Bearbeitungszeit des Antrages von 3-6 Monaten aus. Leider dauerte es insgesamt fast ein Jahr bis ich endlich den Bescheid bekam. Und der fiel zum Glück positiv aus. Ich habe von dem Fonds insgesamt 50 Stunden Traumatherapie bei meinem bisherigen Therapeuten bewilligt bekommen. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Allein die Anzahl der Stunden überwältigte mich. Die Nachricht kam im Dezember 2014 und stellte das wohl schönste Weihnachtsgeschenk dar. Zum Glück war ich in der Wartezeit bereits sehr stabil und konnte diese daher ganz gut überbrücken.

 

Für Betroffene, die noch nicht so stabil sind, ist eine so lange Wartezeit allerdings alles andere als "unbürokratisch und schnell". Dies habe ich den Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle des Fonds auch noch nachträglich mitgeteilt. Nichts desto trotz bin ich einfach froh das ich dieses tolle Angebot nutzen konnte.

 

Informationen zum Fonds sexuellen Missbrauch erhaltet ihr hier!

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