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In jedem Schlechten...

...steckt auch etwas Gutes. Dieser Leitspruch verfolgt mich nun schon seit Jahren. Und mal wieder bewahrheitete er sich. Vor zwei Wochen habe ich einen erneuten Bandscheibenvorfall bekommen. Mir ging es schon seit einiger Zeit sowohl körperlich als auch psychisch nicht so gut. Meistens sind Rückenprobleme dann ein Zeichen, dass wortwörtlich alles etwas viel ist. Als ich bei meiner Ärztin war kamen wir auf die Schilddrüse zu sprechen. Ich sagte, dass ich noch Probleme habe die richtige Dosis der Schilddrüsenhormone zu finden. Sie wollte zunächst mal die Blutwerte überprüfen und das stellte sich als Glücksfall heraus. Sie rief mich am nächste Tag an und sagte dass mein TSH-Wert "spektakulär" hoch sei. Normal ist ca. 2 und mein Wert lag bei 14. Nun wunderte mich gar nichts mehr. Ich sollte sofort höher dosieren um die Unterfunktion in den Griff zu bekommen. Das habe ich auch getan. Allerdings reagiere ich immer ziemlich heftig auf derartige Veränderungen. Nach einer Woche geht es mir aber langsam eher besser als Schlechter. Die Müdigkeit und Antriebslosigkeit verfliegen langsam und alles wird im wahrsten Sinne des Wortes "heller". 

 

Für den Rücken habe ich sehr schnell Termine bei meiner Physiotherapeutin bekommen. Da merkte ich, wie verspannt meine komplette linke Körperhälfte ist. Ich ahnte so etwas ja schon. Irgendwie ist auch das bildlich für meinen emotionalen Zustand. Auf der Ebene stecke ich gerade irgendwo fest. Die Traumatherapie läuft weiter gut. Ich komme langsam an die Traurigkeit und die Wut ran, traue mich aber nicht es wirklich zu spüren. Es ist ähnlich wie bei der Angst früher. Noch weiß ich keine Lösung für das Problem, aber immerhin ist mir das alles nun viel bewusster und ich hoffe, dass ich nicht länger somatisiere und der Körper sich wieder beruhigt. Und so entpuppte sich selbst der schmerzhafte Bandscheibenvorfall doch wieder als etwas "Gutes".........

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