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Dünnes Eis

Seit drei Tagen habe ich sehr extreme Nächte. Ich wache auf und habe ein Engegefühl und Brennen im Brustkorb. Vielleicht fühlen sich Panikattacken so an...ist auf jeden Fall nicht schön. Auch wenn ich selbst weiß das es vom Kopf und der laufenden Therapie kommt war ich heute beim Arzt. Es wurde in EKG gemacht und gleich muss ich noch zum Internisten. Er wird sicher nichts finden. Aber letztlich will meine Hausärztin sicher gehen und das ist vielleicht auch ganz gut so.

 

Wenn ich in den schlimmen Nächten versuche hinzuspüren ist es, als stünde ich auf dünnem Eis und habe Angst einzubrechen. So beklemmend fühlt es sich an. Doch was erwartet mich unter der Eisschicht denn Schlimmes? Gefühle die weh tun...aber nichts was mich umbringt. Wieso ist es dann so schwer sich darauf einzulassen. Vielleicht ist es die Angst dass der Schmerz dann nicht aufhört...aber was ist schlimmer...ständiges Chaos oder einmal den schmerzvollen Weg gehen... Es kann doch nur besser werden. Loslassen...mich drauf einlassen.... Nicht mehr funktionieren und beißen... aber das ist einfacher gesagt bzw. geschrieben als getan.

 

Das einig positive ist, dass ich inzwischen schon 10! Kilo abgenommen habe. Ich würde es aber mal als härteste Diät der Welt bezeichnen. Aber man sieht wie sehr das Essen mit den Gefühlen zusammen gehangen hat. Kann so weitergehen!