Die Welle aushalten

Am gestrigen Tag hat sich soviel gelöst. Nicht nur bei der Osteopathin, sondern auch noch abends gegenüber meinem Lieblingsmenschen. Es brach aus mir heraus und ich weinte .... und weinte .... und weinte. All die Anspannung der letzten Wochen löste sich. Morgens hatte ich noch beschrieben, dass es sich anfühlt als stünde ich vor einer Welle und ich wusste nicht ob ich es aushalte wenn die Welle über mich hereinbricht. Mutig habe ich mich an diese Welle herangetastet und ich habe sie ausgehalten. Es war schmerzhaft...und bizarr...das etwas ALTES so weh tun kann, aber es war so wichtig es rauszulassen. 

 

Ich habe in der letzten Nacht seit Wochen das erste Mal ohne Panik, Übelkeit oder Schmerzen geschlafen. Ich muss zugeben, da war etwas Angst als ich im Bett lag und das Licht aus war. Aber ich habe einen Trick aus Kindheitstagen angewandt. Da war die Lösung einfach "Kopfkino". Ich habe mich gedanklich einfach an einen schöneren Ort geträumt. Orte die mir Sicherheit gaben. Im Endeffekt habe ich damals unbewusst eine Art Hypnose-Therapie gemacht. Nur so habe ich das alles ausgehalten. Vor allem in der Pubertät  hat mir das extrem geholfen. Teilweise kam ich von der Schule und habe mich nur noch aufs Bett gelegt und stundenlang weit weg geträumt.  So weit wird es nun natürlich nicht wieder kommen. Ich werde diese abendliche Angst auch noch in den Griff bekommen. Aber immer besser wenn ich die Traumthemen bestimme als wenn mich die Albträume einholen.

 

Andererseits fällt mir auf, dass ich viele Dinge, die ich mir erträumt habe nun heute tatsächlich habe. Mein Unterbewusstsein kannte den Weg wohl schon!!!!

 

Abschließend kann ich sagen, dass die Welle zwar gewaltig und nass und kalt war...mich aber nicht umgebracht hat!!!