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Alltagsfluchten

So, ich bin seit einigen Tagen wieder zurück aus dem Urlaub. Der Strand und das Meer fehlen mir jetzt schon wieder unglaublich stark. Ich habe das Privileg relativ oft verreisen zu können. Meistens sind es drei Urlaube im Jahr. Diese Urlaube sind es, die den Arbeitsalltag irgendwie erträglich machen. Ich bin zwar nicht mehr so gefrustet wie vor zwei Jahren und zum Glück geht es mir gesundheitlich auch so gut wie nie…aber mehr als mein Brotjob ist das aktuell auch nicht. Gut, er beschert mir recht gutes Brot…das muss ich ja zugeben. Aber ich merke, dass es im Alltag schwieriger wird sich von Urlaub zu Urlaub zu hangeln. Aber ich versuche jetzt ein paar andere Wege zu gehen. Da das mit dem joggen nach der Arbeit auch nicht zu mehr Power geführt hat (eher zu mehr Frust, wenn ich wiedermal nicht laufen war) versuche ich es nun mit Lesen und Weiterbildung. Dass mit der Weiterbildung steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Aber bzgl. dem Lesen habe ich mir aktuell vorgenommen in jeder Woche in Buch zu lesen. Obwohl ich gern schreibe, war das Lesen bisher eher unterpräsentiert in meinem Leben. Es beschränkte sich auf Krimis im Urlaub. Das soll nun anders werden. Ich habe in den letzten Wochen schon einige Bücher „verschlungen“. Was ich gerade so lese kann man auf Instagram verfolgen. Das Lesen ist irgendwie wie Doping für das Gehirn. 

 

Gerade wegen meiner schwierigen Kindheit wurden mir wesentliche Erfahrungen vorenthalten, die für ein Leben als Erwachsener notwendig sind oder dies deutlich erleichtern. Ich hole das irgendwie gerade durch das Lesen nach. Normalerweise geben Eltern oder das Umfeld diese „Erkenntnisse“ an Kinder weiter. Bei mir fehlte dieser Prozess. Manchmal fühlt sich das an wie eine Lücke. Nun versuche ich diese Lücke irgendwie zu schließen. Und wie ich mich kenne, wird mir auch das gelingen. 

 

Jetzt beim Schreiben fällt mir eim, dass ich als Kind ganz viel Zeit in unserer guten alten Stadtbibliothek verbracht habe. Ganze Nachmittage lief ich durch die Gänge und fand es toll alle Bücher anzuschauen. Hmm...manchmal weiß man wohl intuitiv was gut für einen ist. 

 

Und weil es so schön ist....hier ein Foto meines Lieblings-Leseplatzes:

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