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Gefühle - die nächste Stufe -

Da es mir momentan so gut geht, habe ich die EMDR-Termine in größeren Abständen. Gestern war es nach vier Wochen mal wieder soweit. Nachdem ich alle Entwicklungen der letzten Wochen erzählt hatte, kamen wir nochmal auf ein altbekanntes Thema zu sprechen...mein Gewichtsproblem…! Es ist nach wie vor so, dass ich keinen Dreh zum Thema „emotionales Essen“ bekomme. Wir versuchten gestern daher zunächst eine positive Zielvorstellung zu entwickeln, aber dieser Versuch scheiterte recht kläglich. Mein Unterbewusstsein konnte ich darauf nicht einlassen. Dann versuchten wir mittels EMDR rauszufinden welche Gefühle hinter dem Essen wirklich stecken. Und dabei stellte ich etwas Erstaunliches fest. Es geht gar nicht darum Gefühle „wegzuessen“ sondern darum, dass Ausdrücken von Gefühlen durch das Essen zu unterdrücken. Es reicht also nicht aus sich der Gefühle „intern“ bewusst zu werden (oder sie hier stillschweigend aufzuschreiben). Nein, ich muss sie auch nach außen zeigen können.  Dieses „nicht zeigen von Gefühlen“ begann in einem Alter von 12-13 Jahren. Ich schoss bereits damals von einem Normalgewicht hoch auf 85 Kilo. Für dieses Alter ein ganz schöner Kracher. Natürlich zog das dann weitere erhebliche Probleme hinter sich her. Aber ich lebte nun mal in einem Umfeld, in dem das „Wegessen der Gefühle“ einfacher war, als diese zu artikulieren. Während ich das hier schreibe, fällt es mir gerade wieder wie Schuppen von den Augen warum ich z.B. in der Mittagspause immer diese krassen Schokoladen-Attacken habe. Ich muss ich im Job auch jede Menge Gefühle unterdrücken. Das entlädt sich dann gegen 13:30 Uhr beim Bäcker… Ich weiß zwar jetzt noch nicht genau, wie ein alternatives Verhalten aussehen kann…obwohl…mir ist da gerade förmlich ein „guter Plan“ begegnet.  Ich habe mir vor einigen Wochen ja den Terminkalender „Ein guter Plan“ gekauft. Und den habe ich letzte Woche aus irgendeinem Grund mit zur Arbeit genommen. Jetzt liegt er hier in Sichtweite...und mir kam daher wahrscheinlich folgende Idee: Statt in der Mittagspause im Supermarkt einzukaufen und damit immer in Versuchung geführt zu werden… werde ich mit dem „guten Plan“ in den kleinen Park um die Ecke gehen, mich dort hinsetzen und die 30 Minuten nutzen um das Buch endlich mit Leben zu füllen! Solange das Sommerwetter anhält ist das eine gute Idee. Ich habe es 2014 geschafft 15 Kilo abzunehmen. Wie richtiges Ernähren funktioniert weiß ich also. Ich habe mich trotzdem heute noch zusätzlich  für eine Schnupperlektion bei „Intueat“ angemeldet. Ich bin online in den letzten Wochen immer mal wieder über dieses „Abnehmprogramm“ gefallen. Ich finde den Ansatz sehr genial, weil es um die unbewussten Faktoren des „zu viel Essen“ geht. Es wird ganz viel Wert darauf gelegt endlich wieder auf seinen Körper zu hören und auf das Unterbewusstsein zu hören. Die erste Schnupperlektion ist gratis und ich habe mich da direkt mal angemeldet. Wer sich damit erstmal ohne Anmeldung beschäftigen möchte, dem empfehle ich den Podcast von Mareike Awe, der Gründerin von „Intueat“.