Der Blog soll die Vergangenheit mit der Gegenwart vereinen.

Die Angst ist freigelegt

Ich fühle mich heute so gut wie seit langem nicht mehr....vielleicht sogar wie noch nie... Ein gewisses Gefühl der Entspannung und Freiheit erfüllt mich. Vielleicht ist Ausgeglichenheit auch das richtige Wort dafür. Die letzten Wochen waren so intensiv. Ich glaube aber ich habe das Ziel erreicht. Ich habe die Angst freigelegt. Den Schmerz zugelassen. Die ungeweinten Tränen endlich geweint. Ich habe angefangen zu sprechen. Ich FÜHLE einfach endlich. 

 

Die Angst die mein Leben schon begleitet liegt nun offen da. Ich habe in all den Jahren die unterschiedlichsten Strategien angewandt um die Angst zu verleugnen, unterdrücken oder vor ihr wegzulaufen. Hauptsache keinen Kontakt damit bekommen. Das erste Gedicht, dass ich im Alter von 12/13 geschrieben habe handelte von der Angst. Nur wie sollte man damit umgehen, wenn man sie nicht in Worte fassen konnte. Nur der Körper konnte die Angst ausdrücken. 

 

Ich musste als Kind verdammt viel aushalten. Neben dem Missbrauch hat auch die Vernächlässigung stark mit der Angst zu tun. In den letzten EMDR-Sitzungen tauchten ja Bilder meines Kinderzimmers bzw. des Zimmers auf, in dem ich die ersten Jahre verbracht habe. Ich hatte mein Bett bis ich ca. 3 Jahre alt war im Zimmer meiner Erzeuger. Allein wenn ich an diesen Raum denke schlägt mein Herz schon schneller. Ich verbinde nichts Gutes damit und genau daher kommt die Angst. Es ist eine so existentielle Angst und sie war immer da. Wie das Leben ohne diese Angst ist weiß ich gar nicht. Allerdings habe ich den letzten zwei Tagen einen kleinen Vorgeschmack bekommen. Es fühlt sich einfach freier an.  Als Kind habe ich diese Phase zwar körperlich überlebt....die Gefühle spalteten sich jedoch von mir ab. Ich hole sie mir nun zurück. 

 

Und dass ich das alles als Kind überlebt, habe gibt Kraft das heute auch auszuhalten. Ich bin nicht mehr allein im Dunkeln. Ich muss nur noch einmal hingehen und mir meine Gefühle zurückholen! Damit ich Dunkelheit ertragen kann!

 

Nun macht es auch Sinn dass ich den letzten Wochen immer Nachts die Symptome hatte. Es hat mich da eingeholt wo es entstanden ist. An den letzten zwei Abenden merkte ich die Angst deutlich als ich im Bett lag. Ich konnte sie aber aushalten bzw. erstmal nur wahrnehmen.  Morgen habe ich wieder einen EMDR-Termin und ich will an/mit der "Dunkelheit" arbeiten. Und ich werde es aushalten!

 

Heute ist mir auch der Song "Gebrannte Kinder" von Wirtz wieder in den Sinn gekommen. Ich habe bei YouTube ein besonderes Video dazu gefunden. Zum Glück erst heute. Der Song beschreibt so krass was die Gewalt den Kindern antut. Damit ist körperliche als auch seelische Gewalt gemeint. Es zerstört förmlich Leben!

 

Ich habe trotz aller widriger Umstände das Potential gehabt mir ein vernünftiges Leben aufzubauen. Es stand oft auf dem Spiel aber alles ist gut geworden. Die Angst hat mich einen Job wählen lassen der mir "Sicherheit" gab bzw. gibt. Ich kann zwar nicht gut reden...bin aber kreativ und lösungsorientiert. Auch dazu hat die Angst beigetragen. Ich bin sehr misstrauisch...aber habe auch ein gutes Gespür für andere Menschen. Auch das verdanke ich der Angst. Die Angst wollte mich vielleicht nur schützen....hat es damit aber etwas übertrieben!!!!!!!

Die Welle aushalten

Am gestrigen Tag hat sich soviel gelöst. Nicht nur bei der Osteopathin, sondern auch noch abends gegenüber meinem Lieblingsmenschen. Es brach aus mir heraus und ich weinte .... und weinte .... und weinte. All die Anspannung der letzten Wochen löste sich. Morgens hatte ich noch beschrieben, dass es sich anfühlt als stünde ich vor einer Welle und ich wusste nicht ob ich es aushalte wenn die Welle über mich hereinbricht. Mutig habe ich mich an diese Welle herangetastet und ich habe sie ausgehalten. Es war schmerzhaft...und bizarr...das etwas ALTES so weh tun kann, aber es war so wichtig es rauszulassen. 

 

Ich habe in der letzten Nacht seit Wochen das erste Mal ohne Panik, Übelkeit oder Schmerzen geschlafen. Ich muss zugeben, da war etwas Angst als ich im Bett lag und das Licht aus war. Aber ich habe einen Trick aus Kindheitstagen angewandt. Da war die Lösung einfach "Kopfkino". Ich habe mich gedanklich einfach an einen schöneren Ort geträumt. Orte die mir Sicherheit gaben. Im Endeffekt habe ich damals unbewusst eine Art Hypnose-Therapie gemacht. Nur so habe ich das alles ausgehalten. Vor allem in der Pubertät  hat mir das extrem geholfen. Teilweise kam ich von der Schule und habe mich nur noch aufs Bett gelegt und stundenlang weit weg geträumt.  So weit wird es nun natürlich nicht wieder kommen. Ich werde diese abendliche Angst auch noch in den Griff bekommen. Aber immer besser wenn ich die Traumthemen bestimme als wenn mich die Albträume einholen.

 

Andererseits fällt mir auf, dass ich viele Dinge, die ich mir erträumt habe nun heute tatsächlich habe. Mein Unterbewusstsein kannte den Weg wohl schon!!!!

 

Abschließend kann ich sagen, dass die Welle zwar gewaltig und nass und kalt war...mich aber nicht umgebracht hat!!!

"Nein"

Das Stechen in der Brust hat mich in den vergangenen fünf Tagen immer wieder heimgesucht. Immer wenn ich zur Ruhe komme fängt es an. Vor allem halt Nachts. In der letzten Nacht bin ich auch wieder aufgewacht und dieser Schmerz war sofort da. Ich habe ja dann länger wach gelegen und mir kam ein passendes Bild dazu. Es fühlt sich an, als wäre Stacheldraht um mein Herz....

 

Ich habe zum Glück für heute einen Termin bei der Osteopathin bekommen. Gegen die ständige Übelkeit half die letzte Stunde bei ihr ja schon richtig super. Das ist seitdem völlig weg.

 

Ich bin heute früh mit gemischten Gefühle hingefahren. Einerseits Angst vor dem was dort hochkommen kann, zum anderen aber auch der feste Wille sich nun den Gefühlen endlich zu stellen. Als die Stunde begann war die Angst aber weg und ich konnte mich sehr gut drauf einlassen. Sehr schnell landete sie bei der Behandlung an meinem Brustkorb. Ich spürte welche Probleme ich mit dem Atmen hatte und der Schmerz setzte auch wieder ein. Beim Ausatmen hatte ich immer wieder den Impuls einfach nicht wieder einzuatmen zu können/wollen. Und das fühlte sich so unheimlich alt an. Das Atmen wurde immer schwerer möglich. Insgesamt merkte ich wie stark die Energie ist, die da festsitzt. Wellenartig bahnte sich dann aber etwas seinen Weg weiter hoch. Allerdings wurde ich immer sprachloser und das mit dem Atmen klappte noch bescheidener. Ich sollte mal durch den Mund ausatmen und dass konnte ich gar nicht. Ich fing an den Kopf zu schütteln statt zu sprechen....

 

Plötzlich schoß mir ein deutliches "NEIN" durch den Kopf genau in dem Moment schwappte eine"Energiewelle" durch meinen Brustkorb in den Kopf. Der altbekannte stechende Kopfschmerz setzte sofort ein. Diese körperliche Reaktion darauf war echt heftig. Sprechen oder vernünftiges Atmen ging aber immer noch nicht. Mir wurde nur immer klarer, dass ich niemals NEIN sagen durfte. Ein NEIN war nicht erlaubt! Und das ab dem Kleinkindalter... Ein NEIN wird nicht geduldet. Ein NEIN ist gefährlich! Diese Erkenntnis war ganz schön bitter. Wie soll man zu etwas JA sagen wenn ein NEIN nie erlaubt war. Das ist ein ganz schön begrenztes Leben ohne NEIN! Aber zum Glück ist auf meinen Körper Verlass...er hat schon mir 3 ein deutliches NEIN gesagt...es hörte halt nur niemand. 

 

Nun gilt es das NEIN endlich mal auszusprechen. Soweit kamen wir heute noch nicht. Aber das war so schon alles anstrengend genug. Die Ostheopathin war heute auch ganz kurz an meinem Hals...das war richtig heftig. Am Ende der Stunde meinte sie das dort ganz viel Energie feststeckt und wir daran weiter arbeiten können. Mein Hals war bzw. ist mega sensibel. Da darf mich nie jemand berühren. Ich kann noch nicht mal Ketten tragen. Wenn ich krank werde dann sind es fast immer die Halsschmerzen die am Anfang stehen. An dieser Stelle zu arbeiten wird sicher ein krass sein...aber mich weiter nach vorn bringen.

 

Allerdings muss ich schon vorher anfangen zu reden...mal sehen wie gut mir das gelingt.

 

Als ich nach der Stunde in mein Auto kam lief im Radio der nachfolgende Song. Er hat es mir sofort angetan und läuft seitdem in Dauerschleife....

 

Dünnes Eis

Seit drei Tagen habe ich sehr extreme Nächte. Ich wache auf und habe ein Engegefühl und Brennen im Brustkorb. Vielleicht fühlen sich Panikattacken so an...ist auf jeden Fall nicht schön. Auch wenn ich selbst weiß das es vom Kopf und der laufenden Therapie kommt war ich heute beim Arzt. Es wurde in EKG gemacht und gleich muss ich noch zum Internisten. Er wird sicher nichts finden. Aber letztlich will meine Hausärztin sicher gehen und das ist vielleicht auch ganz gut so.

 

Wenn ich in den schlimmen Nächten versuche hinzuspüren ist es, als stünde ich auf dünnem Eis und habe Angst einzubrechen. So beklemmend fühlt es sich an. Doch was erwartet mich unter der Eisschicht denn Schlimmes? Gefühle die weh tun...aber nichts was mich umbringt. Wieso ist es dann so schwer sich darauf einzulassen. Vielleicht ist es die Angst dass der Schmerz dann nicht aufhört...aber was ist schlimmer...ständiges Chaos oder einmal den schmerzvollen Weg gehen... Es kann doch nur besser werden. Loslassen...mich drauf einlassen.... Nicht mehr funktionieren und beißen... aber das ist einfacher gesagt bzw. geschrieben als getan.

 

Das einig positive ist, dass ich inzwischen schon 10! Kilo abgenommen habe. Ich würde es aber mal als härteste Diät der Welt bezeichnen. Aber man sieht wie sehr das Essen mit den Gefühlen zusammen gehangen hat. Kann so weitergehen!

 

 

Bauchgefühle

Ich bin weiter dabei Arbeit, Therapie und Alltag ein Einklang zu bringen. Mal klappt es besser, mal schlechter. Gestern hatte ich wieder eine EMDR-Sitzung und die letzte Nacht war daraufhin wieder ziemlich ätzend. Ich bin gegen 1 aufgewacht und die Nacht war so gut wie vorbei. Aber ich kann trotz allem Fortschritte erkennen. Vor Beginn der Therapie wachte ich morgens oft mit Kopfschmerzen, schon fast eine Art Migräne, auf. Im Laufe der Therapie war es dann Übelkeit am Morgen. Heute Nacht spürte ich genauer hin...was mir so quer im Magen liegt. Es sind verdrängte Gefühle...soweit bin ich schon mal. Aber welche sind es genau? Traurigkeit, Angst und Ekel kamen mir nach und nach in den Sinn. Ob es nun eines von diesen Gefühlen ist oder ein Mix aus allen dreien weiß ich noch immer nicht genau.

 

Dazu passt im Grunde auch ein sehr sonderbarer Termin den ich letzte Woche bei einer Ostheopathin hatte. Ich war im Januar das erste Mal wegen dem Rücken bei ihr und da schon sehr überrascht. Letzte Woche tat mir im Grunde gar nichts weh als ich zu ihr ging. Ich machte zunächst auch erstmal etwas dicht. Aber nachdem ich mich drauf einlies kam sie recht schnell zu einer Stelle an meinem Bauch die ziemlich krasse Reaktionen auslöste. Ich fing z.B. total an zu zittern. Das war echt unheimlich. Es war aber nicht verbunden mir irgendwelchen Bildern oder Gedanken. Es war eine reine Körperreaktion. Sie erkläre es mir damit, dass dort eine Stelle mit eingeschlossener Energie, vielleicht die "Traumaenergie" ist. Sie ging sehr behutsam vor und daher fühlte ich mich auch sehr sicher um mich darauf einzulassen. Das heftige Zittern dauerte einige Minuten an. Dann beruhigte es sich etwas und ich war ziemlich erschöpft. Was da genau passiert ist kann ich wirklich schwer beschreiben. Aber den Effekt den es hatte spüre ich deutlich. Mir wird seit dem nicht mehr schlecht. Wenn dann spüre ich nur ein komisches Kribbeln im Bauch...so wie heute Nacht.

 

Passend zum Thema hab ich noch ein kleines Video über die körperlichen Auswirkungen  von Traumata gefunden. 

 

Aus der Starre gelöst

Es ist wieder einige Wochen her seit dem letzten Blog-Eintrag. Ein paar Dinge haben sich tatsächlich verändert. Ich habe die EMDR Therapie ja wieder angefangen und kann sagen, dass es eine gute Entscheidung war. Auch wenn es mir zwischendurch immer mal wieder schlechter geht, merke ich einfach wie viel ich da noch verdrängt hatte. Am meisten macht es sich beim Gewicht bemerkbar. Das war ja eigentlich auch der Grund warum ich mich wieder an meinen Therapeuten gewand habe. Ich habe inzwischen schon 7 Kilo abgenommen!!! Einfach weil ich die Gefühle nicht mehr "wegfuttere". Im Dezember hat mich ja dann erstmal wieder ein Hexenschuss lahm gelegt. Aber auch der hatte seinen Sinn. Durch die Schmerzen in der Lendenwirbelsäule kam ich wieder direkt an die alten Erinnerungen. Das fixierte Liegen auf dem Boden und sich vor "Last" nicht bewegen können..... Ich habe es in den Sitzungen im Januar echt geschafft mich aus der Situation förmlich zu befreien. Ich kann mich plötzlich wieder "bewegen". Und siehe da...die Schmerzen gingen weg und ich fing sogar wieder an Sport zu treiben. Inzwischen versuche ich wirklich dreimal die Woche joggen zu gehen. Das tut mir und dem Körper unheimlich gut.

 

Allerdings spüre ich seit ca. zwei Wochen immer wiederkehrend eine plötzliche und grundlose Übelkeit. Ich habe dies vorgestern bei der EMDR Stunde bearbeitet und was da "hoch" kam war nochmal ziemlich heftig. Ich habe in das körperliche Gefühl der Übelkeit "hineingehorcht". Es fühlte sich sehr alt an. Und in der Tat litt ich als kleines Kind immer unter Erbrechensanfällen. Als der Kontakt zu dem alten Gefühl da war, schossen mir plötzlich Bilder in den Kopf. Der Grund warum ich mich wieder und wieder  übergeben habe..... Und wieder stocke ich selbst beim Schreiben. In der Sitzung konnte ich an dieser Stelle auch nicht einfach sagen welche Bilder das sind. Allerdings habe ich recht spontan einen Satz rausgehauen, der mich innerlich erstarren lies.... "Ich schlucke es nicht länger runter" schoss es plötzlich aus mir raus.... Das was da an Bildern nun so deutlich hochgekommen ist, ist nur schwer zu ertragen aufgrund der Person die es betrifft. Das hat noch eine andere Dimension als der andere Missbrauch. Leider reichte die Zeit am Montag nicht aus um das alles zu "Ende zu bearbeiten". Ich ging aber für die Verhältnisse einigermaßen stabil nach Hause.

 

Heute Nacht bin ich allerdings um 04 Uhr aufgewacht und mir war extrem schlecht. Habe mich danach auch übergeben.  Ich bin heute zu Hause geblieben. Ich weiß selbst dass das immer keine Lösung ist...aber ich brauche die Zeit um das alles zu verkraften. Diese Art der Therapie neben der Arbeit durchzuführen ist Hardcore. Es belastete den Körper und die Seele extrem. Aber ich weiß wie viel besser sich das Leben anfühlt, wenn man diese Hölle einmal bewusst durchschreitet. Ich habe das Vertrauen, dass wir auch diese fiesen Bilder gut bearbeitet bekommen und ich es dann besser ertragen kann. Beim Rückenschmerz halft die Bewegung also "das Befreien" aus der Starre schon unheimlich. Bei der Übelkeit hilft womöglich nur das Reden......und das fällt noch immer so unendlich schwer................

 

 

Ziele 2018

Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende. Seit mehreren Jahren visualisiere ich immer meine Ziele für das kommende Jahr in Collagen. Wenn ich mir die Collage für 2017 ansehe habe ich diese Ziele grundsätzlich sehr gut erreicht. Es ist im Laufe des Jahres eine wunderbare Ruhe eingetreten. Ich konnte viel Kraft tanken und das genießen was ich geschafft habe. Zum Ende des Jahres wurde es zwar wieder etwas turbolenter, was mich insgesamt aber wohl wieder einen weiteren Schritt nach vorne bringt. Ich habe mal einen schönen Spruch gelesen: "Nur ein ruhiger See wird wieder klar." Das passt dazu ein wenig. Ich brauchte die Ruhe um zu merken woran ich noch arbeiten will. 

 

In den letzten Wochen kamen nochmal heftige Themen hoch, die ich aber sehr souverän angehen kann. Ich glaube es ist wichtig da nochmal hinzusehen. Ich spüre dass sich einiges verändert. Neben der äußeren Ruhe tritt eine innere Ruhe ein. Ich kann Gefühle noch besser unterscheiden und habe jetzt sogar einen Dreh gefunden mit der latenten Angst umzugehen bzw. weiß nun genauer woher sie kommt. Ich finde immer mehr zu MIR. Das ist (noch) schwer in Worte zu fassen aber dafür habe ich ja noch ein wenig Zeit. 

 

Meine Collage dieses Jahr handelt daher auch von der "inneren Entwicklung". Früher ging es eher um das Außen. Teilweise um sehr materielle Dinge muss ich zugeben ;)! Nun geht es mehr um mein ICH. Die "Strichmännchen" signalisieren dass die Veränderungen noch in den "Kinderschuhen" stecken und noch einiges ungewiss ist. Aber ich finde es einfach sehr passend. 

 

Ich freue mich auf das kommende Jahr. Ich habe das Gefühl es wird sehr sehr gut werden!

 

Lass mich los

Gestern konnte ich zum Glück noch vor Weihnachten einen Termin bei meinem Therapeuten bekommen. Allein habe ich die Schmerzen und die dauerhafte körperliche Anspannung nicht in den Griff bekommen. Die Stunde war sehr anstrengend. Wir sind direkt in das Trauma Thema eingestiegen. Unheimlich viel hat sich einfach nur körperlich gezeigt. Der Rücken schwankte zwischen noch mehr Anspannung und dem Versuch loszulassen. Es war ziemlich extrem. Ich kam wieder an den Punkt, an dem die Seele abgeschaltet hat. Mein Arzt hat mir dann dies als eine im Grunde positive Reaktion als Schutz erklärt. Das half mir irgendwie krampfhaft in diese Gefühle zu kommen. Irgendwann fragte er, was der Schmerz denn sagen würde wenn er sprechen könnte. Und da kamen von mir wie aus der Pistole geschossen die Worte "LASS MICH LOS". Ab diesem Moment löste sich die punktuelle Anspannung und verteilte sich mehr in den ganzen Körper. Eine kleine emotionale Welle schoss durch meinen Körper. Es fühlte sich wie eine Erlösung an. Wir arbeiteten dann noch unter zu Hilfenahme von Akupunktur weiter. Das tat ziemlich gut in dem Moment. Auch wenn die Nadel  beim Einstechen wie Feuer brannten. Aber es brachte wirklich diese gestaute Energie in den Fluss.

 

Insgesamt bin ich sehr euphorisch aus der Stunde gegangen und mein Rückenschmerz war deutlich reduziert. Ich konnte deutlich besser Autofahren und sitzen. Ich war wie gelöst. Im Auto habe ich laut zu "Keine Angst" von Wirtz gegrölt und noch mehr Dampf abgelassen. Das Lied lief fast 2 Stunden in Dauerschleife.

Die Nacht war allerdings dann wieder nervig. Sofern ich längere Zeit liege wird der Schmerz wieder schlimmer. Zudem hatte ich dann noch wieder einen Alptraum. Ich bin zusammen mit dem Täter in einen kleinen Fluss gefallen. Es war dunkel und kalt. Er versuchte nach mir zu greifen und ich fand im Wasser keinen Halt. Der Traum zeigt das mein Unterbewusstsein noch nicht ganz so weit ist wie der Verstand....:(

Starre die Zweite

 

Vor einer Woche habe ich es gewagt und in den "Rucksack" geschaut. Das es mich wieder so aus der Bahn wirft hätte ich nicht erwartet. Mein Rücken wird und wird nicht besser. Ich habe gestern wieder versucht hineinzuspüren. Inzwischen ist fast jeder Muskel unter Hochspannung. Wenn  ich die Augen schließe und in den Körper spüre habe ich das krasse Gefühl jemand liegt förmlich auf mir. Ich kann mich nicht bewegen und nicht richtig atmen. Ich hätte nicht erwartet dass der Missbrauch nochmal ein so präsentes Thema wird. Es war doch so gut bearbeitet. Nun hänge ich da wieder voll drin. Der Körper vergisst halt nichts.

Ich fühle mich plötzlich doppelt so schwer. Allerdings macht nun auch das übermäßige Essen Sinn. Es ist wirklich wie ein Panzer den man aufbaut um gewisse Dinge nicht zu spüren. Von daher bin ich froh den Schritt zu wagen die Therapie weiter zu führen.

Was einen nicht umbringt macht einen nur stärker und ich glaube wenn  ich nun noch durch diese Hölle gehe habe ich es geschafft. 

Time to speak

Der Rucksack

Ich habe nun zwei Termine bei meinem EMDR Therapeuten hinter mir. Ich hätte nicht erwartet, dass es nochmal so heftig und intensiv wird. Klar bin ich stark wie nie, aber die Arbeit an den alten Gefühlen ist einfach sehr anstrengend. 

 

Es ging grundsätzlich ja erstmal um das Übergewicht und in welchem Zusammenhang es stehen könnte. Ich erinnerte mich zurück an meine Kindheit. Wann und warum das mit dem übermäßigen Essen eigentlich angefangen hat. Ich erinnerte mich an die Traurigkeit und die Verlassenheitsgefühle die mich immer wieder zum Essen griffen ließen. In der letzten Stunde kam mir eine sehr bildliche Vorstellung dessen was mich so belastet. Das Übergewicht fühlt sich bildlich gesehen wie ein sehr schwerer Rucksack an. In diesem Rucksack sind jede Menge Gefühle sehr wahllos verstaut. Da sind Angst, Wut, Trauer, Hilflosigkeit und Schmerzen einfach reingestopft worden um einfach nicht länger mit ihnen in Kontakt zu kommen. 

 

Wir haben vorgestern einen Blick in den Rucksack geworfen. Er muss definitiv kleiner und leichter werden, um besser damit klar zu kommen. Den Missbrauch habe ich eigentlich ganz gut überwunden. Die damit verbundenen Gefühle fühlen sich nicht mehr so belastend an. Das ist immerhin etwas positives. Das was aber schlimmer wiegt und deutlich schwerer zu verkraften ist, ist die fehlende Basis positiver Gefühle seitens meiner Familie. In meiner Kindheit wurde statt Vertrauen Angst gesät. Statt Freude und Sorglosigkeit waren es bei mir Tauer und Hilflosigkeit. Ich konnte an den mich so belastenden Themen nichts verändern. Wie denn auch als Kind. Ich war meinen Eltern ausgeliefert. Und das dann noch alles unter dem Deckmantel der Fürsorglichkeit. Alle meine Hilfeschreie, ob nun die Kopfschmerzen oder das Übergewicht wurden nicht beachtet. 

 

Die schlimmste Erkenntnis in der letzten Therapiestunde war eigentlich, dass mir das grundlegende Fundament einer stabilen Persönlichkeit fehlt. Den Umgang mit Gefühle musste ich in den letzten 15 Jahren komplett neu lernen und irgendwie fühle ich mich manchmal immer noch nicht besonders gut darin. Immerhin nehme ich wieder Gefühle war. Aber sie aushalten in bestimmten Situationen fällt schwer oder ich vermeide dies gleich ganz.

 

Ich habe mir heute eine wundervolle neue Familie geschaffen und ganz ganz liebe Freunde. Dennoch fühlt es sich so an, als ob ich keine richtigen Wurzeln habe. Ich versuche die Vergangenheit immer wieder auszuradieren und verstecke sie tief in dem Rucksack. Der ist aber inzwischen zu schwer geworden um ihn zu tragen. Also muss ich an diesen Themen wirklich nochmal arbeiten. Auch wenn es schwer fällt. 

 

 

Zeit doch nochmal hinzusehen

Ich habe hier lange nichts geschrieben. Meistens geht es mir sehr schlecht oder sehr gut wenn ich länger nichts schreibe. Diesmal war letzteres der Fall. Mir ging es in den letzten Monaten richtig gut. Seit März bin ich nicht mehr beim Therapeuten gewesen und seit 01. April habe ich auch endlich den neuen Job. Das war alles ganz spannend und ich merke wie mir das alles gut tut. Psychisch bin ich so stabil wie nie. Letztens habe ich schon den Satz rausgehauen „Ich glaube ich bin übertherapiert wenn ich mich so im Bekanntenkreis umsehe!“. Da haben einige viel gewaltigere Probleme aber machen nix dagegen….

 

Allerdings gibt es einen Bereich der irgendwie aus dem Ruder läuft und ich kriege es nicht hin das anzugehen….und zwar mein Gewicht. Gewichtsprobleme habe ich ja nun schon fast mein ganzes Leben...allerdings ist die Grenze die ich nun erreicht habe historisch...und nicht im positiven Sinne. Zunächst habe ich das alles ja noch sportlich gesehen nach dem Motto „Lieber Rund und gesund als dünn und krank“...aber langsam ist es definitiv zu viel. Heute morgen habe ich Fotos von einer Hochzeit gesehen bei der ich als Gast war und mir wurde ganz anders…. Ich muss dringend was tun...Was heißt muss...ich will...darin liegt wohl auch der kleine Unterschied.

 

Es gibt allerdings hier auch ein paar positive Dinge:

 

  • Ich weiß woher die Kilos kommen….Ich esse die falschen Dinge und davon auch noch viel zu viel. So eine Kinder Bueno Orgie in der Mittagspause ist halt keine gute Ernährung….
  • Ich weiß, dass man es durch die richtige Ernährung schaffen kann abzunehmen. Und zwar auch richtig viel. Vor drei Jahren habe ich 20 Kilo abgenommen ohne dass es eine Qual war. Die Motivation war einfach da. Es gab einen Grund. Allerdings verfiel ich wieder komplett in alte Gewohnheiten als sich der Grund erledigt hatte. Zudem hatte ich damals einen Mitstreiter, der jetzt nicht mehr mitzieht und das ist blöd.
  • Ich weiß im Grunde wie gut einem Sport tut. Allerdings ist daraus zur Zeit eher exessives Couchsurfing geworden ;(….bin immer so fertig wenn ich von der Arbeit komme...aber ich glaube da bedingt ein Problem das andere. Und dabei hätte ich einen freudigen Sportbegleiter mit vier Pfoten der jeden Tag gern mit mir eine Runde drehen würde.

 

 

In den vergangenen zwei Wochen habe ich mich immer wieder gefragt was hinter dieser „Sucht“ nach Essen..süßem und fettigen Essen..steckt. Welche Emotionen damit eigentlich verbunden sind. Ca. mit 11 begann mein Gewichtsauf- und ab. Mit 13 wog ich bereits 85 kg und mit 16 wieder 69 kg. Dann ging es wieder rauf und runter. Rauf ging es in Phasen, in denen ich nicht gut auf mich geachtet habe. Eigentlich Phasen der Verdrängung. Es ist so leicht sich mit essen abzulenken und zu beruhigen. Zucker und Fett sorgen für Effekte wie Entspannung und Zufriedenheit das ist ja bereits Wissenschaftlich erwiesen. Und irgendwie bin ich Junkie geworden.

 

Allerdings ist auch ein nicht unwesentlicher Faktor, dass ich gesundes Essen nie gelernt habe. Klar weiß ich vor allem seit der letzten Diät, was dem Körper gut tut und was schlecht ist. Aber so richtig hat sich das nie in meinem Denken und Handeln festgesetzt. Noch immer greife ich beim Kochen lieber zu Sahne und Frischkäse statt Milch… Bei der Diät vor drei Jahren musste ich zum Anfang mit einem Zettel einkaufen gehen, auf dem grob stand was ich essen sollte und was besser nicht. Ich musste erst lernen, dass man mit gesunden Lebensmitteln auch lecker kochen kann.

 

Aber wie gesagt ist das alles wieder eingeschlafen und die Kilos purzelten nur so wieder drauf.

 

Tja und jetzt ist es an der Zeit die Notbremse zu ziehen…. Um mir die Probleme hinter den Kilos anzuschauen habe ich mir nochmal einen Termin beim meinem EMDR-Therapeuten geholt. Er hatte mir angeboten auch an dem Thema nochmal zu arbeiten. Wenn ich daran denke kommen gemischte Gefühle hoch. Ich glaube ja, es wird nicht so angenehm sich den zu stellen was dahinter steckt...aber wenn ich so weitermache riskiere ich ernsthafte gesundheitliche Schäden zu bekommen...und das will ich ja auch nicht. Da hilft jetzt nur Augen zu...oder besser Augen auf und durch.

 

Ich weiß ich kann den Willen aufbringen und es schaffen von den 115 kg zurück zur 80!!!

 

Der Countdown läuft….

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Wuuuuuuut

Da habe ich in dieser Woche eine ziemlichen heftigen Brocken in der Therapie geschafft und keine 24 Stunden später macht der Rücken wieder dicht. Endlich habe ich mich mal richtig gelöst und frei gefühlt und dann das.... Und es ist nicht nur ein kleines Zwicken...Nein es ein Schmerz bei dem man nicht weiß wie man liegen, stehen oder gehen soll. Also die gesamte untere Rückenmuskulatur einfach extrem verkrampft ist. Zudem habe ich noch eine Erkältung also huste und niese ständig und wegen dem Schmerzmittel hab ich nun auch noch Magenschmerzen. Kurz um...Es geht mir echt bescheiden. Viel schlimmer ist aber das Gefühl wieder einen Rückschlag zu erleiden. Einmal dauerhaft frei und ohne Schmerzen sein. Ohne körperliche und ohne seelische Schmerzen. Diesmal verstehe ich es einfach nicht. Klar sind wird heftig am Missbrauchsthema. Montag kamen so viele Gefühle hoch. Heute morgen hatte ich, wahrscheinlich wegen der Schmerzen, erstmals eine Art Täter Bild. Das hat mich natürlich geschockt. Bisher ging es immer mehr darum was alles passiert ist. Heute kam das WER dazu. Bisher hatte ich immer nur eine Person dazu vor Augen. Aber ich glaube eine entscheidende Tathandlung ging von jemandem anders aus. Es handelt sich um den Vater eines Spielkameraden von mir. Bisher kam oft bei Gedanke an den Missbrauch das Bild von dem Jungen, der allerdings noch jünger war als ich. Er war ca. 1 Jahr jünger. Der Missbrauch den ich erinnere kann nicht von ihm ausgegangen sein. Heute morgen, als ich tief in den Rückenschmerz reingefühlt habe, schoss mir plötzlich das Bild von dem Vater des Jungen in den Kopf. Es war sehr heftig. Irgendwas hat es zu bedeuten. Er hatte beste Kenntnisse und stand meinem Umfeld sehr nahe. Ich habe diese Erinnerung erstmal nur wahrgenommen. Mein Körper reagiert anscheinend sehr heftig darauf. Leider ist meine nächste Therapie Stunde erst in einer Woche. Ich hoffe es wird nicht schlimmer. Mir fällt gerade auf, dass ich mit viel Wut angefangen habe zu schreiben...Letztlich darf ich darf nicht so wütend sein...Mein Körper will manchmal nur den Weg weisen. Also lieber Rücken, entspann dich wieder und komm runter....

Anstrengender Monat

So...der Januar liegt inzwischen hinter mir. Dieser Monat war so anstrengend wie kaum ein anderer. Eigentlich sollte das neue Jahr mit neuem Job und ohne Therapie starten. Aber es kam anders. Meine Versetzung ist immer noch noch vollzogen worden und in der Therapie sind wir nochmal voll in das Trauma Thema eingestiegen. Das alles zusammen war eine ganz schön harte Zeit. Aber ich muss sagen, dass ich mich ganz ganz wacker gehalten habe. Kein Zusammenbruch, keine Somatisierung. Das kenne ich so gar nicht. Aber wahrscheinlich kam das Thema aufgrund dieser Stabilität jetzt nochmal auf den Tisch.

 

In den Therapiestunden ging es vor allem um die mit dem Trauma verbundenen Gefühle. Die Missbrauchssituation wurde immer deutlicher und vor allem immer wahrnehmbarer. Und selbst die Körpergefühle wie z.B. Schmerzen traten plötzlich einfach wieder auf. Es ist immer wieder hart zu realisieren was da passiert ist. Und oft genug hatte ich die Tendenz einfach nur weglaufen zu wollen. Aber ich bin da geblieben. Ich habe hingeschaut und ich habe vieles auf einer ganz anderen Art verarbeitet. Besser gesagt habe ich es ausgehalten. In der vergangenen Stunde ging mir während des EMDR plötzlich der Spruch „Was dich nicht umbringt macht dich hart“ durch den Kopf. Und so ähnlich ist es tatsächlich. Ich habe diese schlimmen Dinge überlebt. Und sie haben den Menschen aus mir gemacht, der ich heute bin. Und daran ist nichts auszusetzen. Ich fühle mich ja oft so „makelbehaftet“. Aber es ist kein Makel. Ich habe Dinge erlebt, die wünsche ich nicht mal meinen größten Feinden. Die mit dem Missbrauch verbundene Hilflosigkeit ist das schlimmste was einem Menschen passieren kann. Aber es ist vorbei. Es ist VERGANGENHEIT. Diese tiefe Erkenntnis ist nun wirklich erst eingetreten als ich die Gefühle nochmal total präsent hatte und wir diese bearbeitet haben. Es ist nun endlich möglich das ganze eher aus einer Art sicheren Distanz zu beobachten und nicht bei jeder Kleinigkeit wieder voll in der Situation drin zu stecken. Das tut sehr gut.

 

Aber der Weg dahin war ganz schön hart. In der letzten Stunde kam ein so heftiges Gefühl auf, dass ich gar nicht einordnen konnte. Es war keine Traurigkeit und auch keine Wut. Es war noch viel stärker. Ein Gefühl, dass ich allzuoft erlebt habe und und welches mir selbst oft Schaden zugefügt hat. Erst als ich nach der Sitzung im Auto saß versuchte ich noch mehr hinzuspüren. Dann bemerkte ich was es war. Es war Hass....ein Hass, den ich jahrelang immer an mir selbst rausgelassen habe. Ich wusste einfach nicht wohin dieses Gefühl konkret gehört. Nun schloss sich langsam der Kreis. Der Hass auf den Täter....auf das was er mir angetan hat. Da der Täter bei mir aus der Familie kam, und das ganze immer geheim blieb, wusste ich nie wohin mit dem Hass. Im Gegenteil...solange da noch Kontakt bestand, musste ich all die hervorgerufen Gefühle immer unterdrücken. Und das sorgte für die massiven Persönlichkeitsstörungen, die ich Anfang 20 hatte. Ich durfte den Hass nie bewusst fühlen...das hätte meine ganze Existenz bedroht. Nun ist er aber da...und nun weiß ich, dass er gerechtfertigt ist. Er muss ich nun nicht mehr so unkonstruktiv zeigen. Ich habe die Macht zu bestimmen was ich fühle. In dem Zusammenhang ist mir aber auch aufgefallen, dass wenn man keinen Hass spüren kann/darf...dann kann man auch keine Liebe spüren. Diese Tatsache schockierte mich zwar etwas, machte dann aber Sinn für mich. Ich hatte sehr lange das Problem Nähe anderer Menschen zu ertragen. Im Grunde ist das erst in den letzten Jahren besser geworden. Ich führe nun seit mehr als sieben Jahren eine sehr glückliche Beziehung. Doch der Weg dahin war steinig. Und manchmal fühle ich mich immer noch wie hinter einer Milchglasscheibe was Gefühle angeht. Aber es wird besser. Und irgendwie glaube ich, wenn ich es schaffe den Hass zu fühlen es auch möglich ist Liebe noch deutlicher zu spüren.

 

 

 

Wertlos vs. wehrlos

Ich dachte ja, dass ich fast am Ende der Therapiezeit wäre. Heute hatte ich jedoch eine der anstregendsten aber wohl auch heilsamsten EMDR Sitzung jemals. Es ging bis an den Kern des Missbrauchs-Traumas. Eine Reise dahin, wo man eigentlich nie wieder hin will. Der Einstieg kam über das Gefühl Wertlos zu sein und das Körpergefühl der Übelkeit. Es kamen noch mehr Körpererinnerungen hoch. Das Problem ist nur, dass ich noch sehr sehr klein war, als der Missbrauch stattgefunden hat. Es gibt keine zusammenhängenden Erinnerungen. Der Verstand schaltete sich während der Sitzung immer wieder ein und sagt "Es kann nicht sein, was nicht sein darf!". Ich habe versucht all den Verstand beiseite zu schieben und konzentrierte mich immer wieder auf Gefühle. Es war eine reine Achterbahnfahrt. Aber ich fühlte mich absolut sicher und es kam nach und nach immer mehr hoch. Ich schaffte es aber auch gleichzeitig mich immer wieder davon zu distanzieren und auf das Hier und Jetzt umzuschalten. Irgendwann kam mir die Erkenntnis, dass das Gefühl wertlos zu sein eigentlich aus dem Umstand kam, sich nicht wehren zu können. Das war eine unglaublich wichtige Erkenntnis für mich. Durch den Missbrauch wird mein "Wert" nicht gemindert. Ich bin nicht weniger wertvoll dadurch. Das ich wehrlos war, ist eine Tatsache. Doch wie könnte sich ein kleines Kind auch gegen einen Erwachsenen wehren....Allerdings habe ich das "Wehrlos-Gefühl" bereits in der Therapie gut aufgearbeitet. Von daher geht es mir nach der EMDR-Stunde auch sehr gut. Ich habe kann sogar positive Gefühle wie Stolz spüren. Stolz über den Mut die Themen so gut verarbeiten zu können und darüber so viel erreicht zu haben. Ich bin wieder viel entspannter und kann nun nach einer Woche hoffentlich wieder gut schlafen. Ich spüre neue Energie. Es kamen im Nachhinein sogar noch mehr Details hoch. Details an denen ich bereits übermorgen weiterarbeite kann. Die kurze Therapiefrequenz ist momentan Gold wert. Ich kann nur sagen, dass es sich so sehr lohnt den steinigen Weg der Traumatherapie zu gehen. Und seit aufgrund der vergangenen Wochen habe ich nun auch meine persönliche Definition von Trauma:

 

"Das Trauma fängt da an, wo die Gefühle und die Erinnerungen aufhören!"

 

 

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Menschenwürde...

"Die Würde des Menschen ist unantastbar"...So steht es im Artikel 1 unseres Grundgesetzes geschrieben. Jeder Mensch, der sexuelle Gewalt erlebt hat, weiß dass das nicht stimmt. Solche Taten nehmen einem die Menschenwürde. Nicht mehr selbst über sich bestimmen zu können ist das Schlimmste was einem Menschen passieren kann. Ich bin diese Woche sehr unvorhergesehen mit dem Thema "Menschenwürde" konfrontiert worden. Eigentlich bin ich ja fast am Ende meiner Traumatherapie angekommen. Am Montag wollte ich nur noch ein paar "leichtere" Themen mit dem EMDR bearbeiten. Ich hatte eine ziemlich schwierige Schulzeit. Ich wurde oft Opfer von Mobbing und wollte dazu einiges nun be- und verarbeiten. Das Ganze endete jedoch darin, dass ich mich an ein Erlebnis erinnerte, dass ich eigentlich sehr stark verdrängt hatte. Etwas, dass mir stark peinlich ist und immer den Eindruck hatte, niemand würde verstehen wie stark es mich eigentlich belastet hat. Ich wurde sexuell benutzt und verraten.  

 

Nicht erst seit Montag weiß ich, wie heftig sich eine solche Situation festsetzen kann und welche Auswirkungen es hat. 

 

Was danach bleibt ist das Gefühl wertlos zu sein. Dieses Gefühl begleitet mich nun schon mein gesamtes Leben. Ich habe heute eine liebevolle Familie und tolle Freunde. Jeder einzelne könnte mir sicher viele Gründe nennen, warum ich wertvoll bin. Doch keiner der Gründe kommt bei mir an. Ich fühle mich einfach anders. So benutzt...so wertlos. All die Gewalt, der Missbrauch, der Verrat sorgten für dieses vernichtende Gefühl der Wertlosigkeit. Es ist unheimlich schwer dieses Gefühl ins Gegenteil umzuwandeln.

 

Was bedeutet es wertvoll zu sein....ein wertvoll, dass von Innen kommt! Kein wertvoll, dass einem von außen suggeriert wird.

 

Was macht MICH wertvoll? Wie bekomme ich meine Würde wieder zurück? Das sind die Fragen die mich gerade beschäftigen.  Meine Würde ist in den Taten verloren gegangen....ich hole sie mir genau da zurück.....

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Ziele 2017

Auch in diesem Jahr habe ich eine passende Ziel Collage für das kommende Jahr erstellt. Wobei es dieses Jahr eher nur ein Foto ist. 


Vor einigen Jahren war ich im Urlaub in Warnemünde. Dort lag ein Schiff mit dem Namen "Zufriedenheit" im alten Hafen. Dieses Motiv hatte es mir damals schon angetan und ich habe diverse Fotos davon gemacht.


Nun ist mir das Foto gestern eher zufällig wieder aufgefallen. Und es traf meine Vorstellung vom neuen Jahr auf den Punkt. 2016 war ereignisreich und teilweise anstrengend. 2017 soll daher unter dem Motto der Zufriedenheit, Dankbarkeit und Entspannung liegen. Einfach mal zufrieden sein und die Dinge akzeptieren wie sie sind. Sich selbst, die eigene Geschichte, die eigenen Macken und sein Äußeres annehmen ohne immer nach Veränderungen zu streben. Klar sollte man sich immer weiter entwickeln. Aber manchmal bringt es einem genauso viel inne zu halten und einfach mal Ruhe einkehren zu lassen. Höher, besser, weiter sorgt für soviel Stress. Und ich glaube wir Menschen sind dafür gar nicht ausgelegt. 


Die gute Verarbeitung meiner Traumata hat im letzten Jahr so viel Entspannung bei mir gebracht. Nicht mehr diese ständige Angst zu spüren ist so extrem entlastend. Ich will das jetzt einfach nur genießen. 


In diesem Sinne wünsche ich auch allen Blog Lesern ein gutes und entspanntes Jahr 2017.


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Lauf Baby Lauf

Musik triggert bei mir immer unheimlich viel. Ich höre alles quer Beet...und im Grunde zählen meistens die Texte mehr als der Sound für mich. In den letzten Tagen hat es mir der Gewinnersong aus "The Voice of Germany" angetan. "Lauf Baby Lauf" von Tay Schmedtmann versetzte mich sofort in eine sehr wichtige und harte Zeit meines Lebens zurück. Anfang 20 zog ich für den Job und das Studium in eine entfernte Stadt. So froh ich war, von zu Hause weg zu sein, so schwer fiel es mir die damit verbundene Einsamkeit auszuhalten. Zuerst sah alles ja ganz gut aus. Ich hatte eine frische große Liebe gefunden. Doch leider musste sie nach knapp sechs Monaten zur Bundeswehr weit weit weg. Ich war von jetzt auf gleich plötzlich mehrere Wochen sehr allein. Mir ging es vorher ja schon nicht gut...aber dann fiel ich in ein richtig großes Loch. Teilweise habe ich versucht diese Leere mit Alkohol zu füllen. Eine Flasche Vodka am Abend war nicht selten. Im Nachhinein war es so eine extreme Zeit, in der ich auch viele fatale Entscheidungen getroffen habe. Nach ca. sechs Monaten half nichts weiter und ich fand mich in einem Krankenhaus wieder. Um dort auch wieder entlassen zu werden, musste ich eine ambulante Therapie beginnen. Das war rückwirkend natürlich die beste Maßnahme. Mir ging es damit zwar nicht wirklich besser...aber ich fing an mich mit meinen Problemen auseinanderzusetzen. 

 

Und vor allem fing jemand an mir zuzuhören und an mich zu glaube. Meine erste Therapeutin war wie ein Fels in der Brandung...der im Nachhinein gesehen sehr viel aushalten musste. Ich bin ihr noch heute Dankbar für ihre Geduld und Ausdauer mit mir. Es hat sich ausgezahlt. 

 

Wichtig war: IMMER WEITER GEHEN...LAUF BABY LAUF !!!

 

In eine Ecke hocken und auf Besserung hoffen bringt einen nicht raus. Manchmal muss man zwar erst an dem Punkt sein, Hilfe annnehmen zu MÜSSEN...aber wenn man sich darauf einlässt kann es nur besser werden. LAUF BABY LAUF!

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Energieschub

Seit einigen Tagen habe ich förmlich einen Energieschub. Mir geht es sehr sehr gut. Ich hatte vor zwei Wochen einen sehr guten Termin bei meiner Kinesiologin. Es ging da nochmal speziell um den körperlichen Schmerz. Es wurde wieder so deutlich welche alten Erinnerungen z.B. mit den Rückenschmerzen verbunden sind. Es ist unglaublich wie das alles zusammenspielt. Aber wir haben daran ziemlich intensiv gearbeitet und irgendwas ist danach wirklich passiert. Ich fühle mich freier und weniger unter Stress. Das tut mir wahrlich mal ganz gut. Alles ist etwas leichter geworden. Ich genieße diese Zeit jetzt einfach mal. Am kommenden Mittwoch ist seit langem mal wieder eine EMDR Stunde angesagt. Ich weiß aber auch ziemlich genau was ich bearbeiten will. Das wird mich auch nochmal ein ganzes Stück nach vorn bringen denke ich. Ich will speziell die Gewalterfahrungen in der Kindheit bearbeiten. Ist schon krass wenn die Menschen, die einem eigentlich Liebe, Geborgenheit und Vertrauen beibringen sollen dabei so versagen. Das wütende Gesicht meiner Mutter, wenn sie mal wieder einen Ausraster hatte steckt so tief in mir drin und erzeugt nach so vielen Jahren immer noch so große Angst....aber damit soll nun SCHLUSS sein.

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Langsam...

Es gibt Lieder, die gehen förmlich unter die Haut. Als ich Frieda Golds Video zum dem neuen Lied "Langsam" gesehen habe musste ich sehr schlucken. Der Text erinnerte mich sofort an das Thema Missbrauch. Das reduzierte Video, indem Frieda sich so nackt darstellt traf den Nagel auf den Kopf. Nackt und Bloßgestellt fühlt man sich nach sexuellen Missbrauch. Sich dann zu offenbaren kostet viel Mut. Aber besser wird es nun mal meist nur wenn man es raus lässt. Egal auf welche Art auch immer. 

 

Danke Frieda für das großartige Lied und Video.

Mini-Reha: Kalt duschen und Joggen

Mir geht es körperlich inzwischen wirklich besser. Ein Status den ich selbst nach vier Wochen Auszeit im Juli nicht erreichen konnte. Ich möchte die jetzt bevorstehenden vier Wochen daher nicht untätig rumsitzen sondern mache eine Art kleine Mini-Reha zu Hause. 

 

Eine Freundin berichtete mir vor einiger Zeit von einer "Kalt-Duschen-Challange". Man soll 30 Tage kalt duschen und erlebt in dieser Zeit irre Veränderungen. Das Gespräch kam zu einem Zeitpunkt, wo ich förmlich auf einen Anstoß wartete. Irgendwas musste sich ändern und ich wusste nicht was ich tun soll. Um aus meiner Lethargie zu erwachen testete ich das mit dem Kaltduschen tatsächlich aus. Es kostetet mega viel Überwindung die ersten Male. Jetzt mache ich es eine Woche und was soll ich sagen...ich bin viel klarer geworden. Ich habe in der Zeit die ganze Chefsache durchgezogen, angefangen wieder zu joggen und schon zwei Kilo abgenommen, Das Kaltduschen ist sicher kein Wundermittel, aber es gab mir zum richigen Zeitpunkt den richtigen Anstoß für Veränderungen. Manchmal muss man einfach irgendwann aus dem Routinetrott raus und einfach irgendwas anders machen. Hier ist übrigens noch ein kleiner Beitrag über die Wirkung der Challange.

 

Durch mein kleines Sportprogramm möchte ich wieder fitter werden. Ich stehe jeden Morgen vor acht auf und gehe eine 3,5 km Runde laufen. Vier Wochen...jeden Tag habe ich mir das vorgenommen. Irgendwie kriege ich das schon hin. Außerdem habe ich auch noch Krankengymnastik und einen Termin beim Therapeuten und der Selbsthilfegruppe. Alles in allem also das Programm einer Reha-Maßnahme. 

 

Ich hoffe so wieder zu mehr Power zu gelangen und ein besseres Körpergefühl zu bekommen. Das war nämlich alles andere als gut....

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Keine Maschine

Ein passenderes Video konnte an einem Tag wie diesem gar nicht rauskommen...

 

Ich bin tatsächlich ins Wasser gesprungen und habe meinem Chef heute gesagt wie bescheiden und auch krankmachend die Arbeitsumstände in unserer Abteilung sind. Ich bin total über meinen Mut und meine Einsatzbereitschaft für mich selbst erstaunt. Statt nur einen "gelben Schein" zu bringen habe ich ihm berichtet wie es mir und auch einigen Kollegen tatsächlich geht. Für andere zu sprechen ist zwar nicht ganz ideal, aber zu sehen wie sie leiden ist auch nicht einfach. Sie haben eine andere Ausgangsposition als ich von daher habe ich es einfach mal gemacht. 

 

Mein Chef reagierte verständnisvoll aber resigniert. Er hat die Gesamtsituation schon mehrfach der Behördenleitung geschildert aber es tut sich nichts. Die Leute werden sehenden Auges verbrannt. 

 

Nach dem Gespräch war ich bei meiner Ärztin und sie verstand meine Schilderungen absolut. Und mit zwei Wochen Krankschreibung und anschließenden zwei Wochen Urlaub habe ich genug Zeit sowohl körperlich, als auch psychisch wieder auf die Beine zu kommen. 

 

Mit meiner Familie habe ich nun endlich über die grottige Situation geredet. Bisher habe ich die ganze Schuld ja bei mir gesucht und wollte mich einfach zusammenreißen, aber das geht nun mal nicht. Wie krank das macht spüre ich ja wieder live. 

 

Auch hinsichtlich der Traumatisierung habe ich viel gelernt. Meine jetzigen Probleme haben mit dem Trauma ansich nicht viel zu tun. Das ist echt gut festzustellen. Nur meine hefitge körperliche Reaktion auf belastende, hilflose Situationen ist sicher noch ein Relikt aus alter Zeit.

 

Das Wichtigste was ich gelernt habe ist aber für mich selbst einzustehen und eine "missbräuchliche" Situation zu beenden. Nichts anderes ist dieses Arbeitsklima. Immer mehr schaffen mit immer weniger Personal ist Ausbeutung.

 

Statt wie das Kind damals zu somatisieren habe ich NEIN gesagt. Das fühlt sich neu und ungewohnt an, gerade weil mein Chef die gleichen dominanten Züge wie meine Mutter hat.   Aber ich habe es gewagt.

 

Nun fühle ich seit so vielen Wochen das erste Mal wieder positive Energie in meinem Körper. Der bleiernde Schleier des "zusammreißens" weicht langsam und ein Gefühl der Stärke kommt zurück. 

 

Statt wie zur Zeit des Bandscheibenvorfalls werde ich mich aber nun nicht vier Wochen starr verkriechen, sondern ich werde kraftschöpfende Dinge tun und hoffentlich viel Power zurückbekommen. 

 

Und wenn es erstmal durch das Schreiben ist. Denn das kam viel zu kurz in den letzten Monaten.

 

 

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Aufgewacht

Die letzten Wochen und Monate liefen eher suboptimal. Ich schleppte mich von Krankheit zu Krankheit. Vor allem die Arbeit machte mir sehr zu schaffen. Innerhalb der Krankheitsauszeiten konnte ich zwar immer wieder etwas Kraft schöpfen, aber das war mit Beginn der Arbeit wieder extrem schnell verflogen. Ich habe lange Zeit die Ursache für die Probleme bei mir und meiner Vergangenheit gesucht. Diese Woche bin ich aber förmlich aufgewacht. 

 

Ich arbeite seit drei Jahren in einer  Behörde und habe bereits vor einem Jahr gemerkt, dass der Job, den ich habe mich auf Dauer nicht glücklich macht. Es läuft in vielen Bereichen einfach sehr schlecht. Ich nahm erste Kontakte zu einem neuen Dienstbereich auf. Im Februar ergab sich dann durch ein zufälliges Gespräch eine echte Perspektive. Eine Kollegin wollte unerwartet in Frühpension gehen und ich genau auf diesen Posten wollte ich schon sehr mehreren Jahren. Der Chef der Abteilung sprach mich direkt an, ob ich hinkommen will. Ich sagte sofort mein Interesse zu und der Fairnesshalber sprach ich mit meinem Chef auch darüber. Die eigentlichen Gründe, also meine Arbeitsunzufriedenheit, verschwieg ich dabei aber. Nun ist es aber so, dass ich das was ich mache sehr gut mache. Und mein Chef mich daher nicht gerne ziehen lassen möchte. Er versuchte mich mit vielen Mitteln zu überreden zu bleiben, doch das wollte ich nicht. Er sah es dann auch eigentlich ein, mauerte aber anschließend wenn es um meine Versetzung ging. Jetzt geht die Kollegin diesen Monat in Pension und meine Behörde sitzt meinen Wechsel einfach aus. Im schlimmsten Fall müsste ich vielleicht noch ein Jahr warten. Diese Information habe ich diese Woche bekommen. Das schockierte mich, aber weckte mich vielleicht auch ein wenig auf. Ich begann hinzusehen, was mich eigentlich so fertig macht an meiner Arbeit, dass ich immer wieder krank werde. Ich suchte die Probleme zunächst nur bei mir und wurde aber nicht richtig fündig.

 

Nach der letzten Dienstbesprechung mit meinen Kollegen fiel allerdings der Groschen. Alle meine anderen Kollegen liefen ebenfalls auf dem Zahnfleisch. Die Krankenausfälle in unserer Abteilung sind extrem hoch und auffallend. Ich habe nach einem Grund gesucht. Als ich gestern die Tagesordnung für eine bevorstehende Sitzung durchging fiel mir auf was das Problem ist. Wir werden Zuge.... mit zusätzlicher Arbeit. Die Kollegen, die gesundheitliche Probleme haben, sind von ihrem Naturell aber so, dass sie immer gute Arbeit abliefern wollen. In Anbetracht der schieren Aufgabenvielfalt ist das aber gar nicht mehr zu schaffen. Die Personaleinsparungen der letzten Jahre zollen da ihren Tribut. Gründliches Arbeiten ist bei der Menge nicht mehr drin. Auf Dauer macht einen das total mürbe, Und an dieser Stelle kommt erst der Trauma Aspekt bei mir ins Spiel. Sofern ich das Gefühl von Hilflosigkeit bekomme, fängt mein Körper an zu spinnen. Statt mich durch Taten aus der Situation zu lösen somatisiere ich um ihr zu entgehen. Das habe ich bereits als Kind so gelernt. Nur heute will ich das nicht mehr. Meine Gesundheit ist mir dazu zu wichtig. 

 

In der jetztigen Lage möchte ich aber auch meinen "guten Ruf" nicht riskieren. Ich habe mir durch meine Arbeitsweise bei anderen Abteilungen einen guten Ruf erarbeitet. Den möchte ich definitiv nicht durch "dauerkranksein" verlieren. Aus diesem Grund kann ich momentan nur in die "Offensive" gehen. Nur ich kann mir jetzt helfen. Ich gehen den "gewagten" Schritt und werde sehr offen und deutlich mit meinem Chef reden. Ein NEIN zu der jetzigen Situation sagen, Anschließend muss ich sehen, dass ich körperlich wieder förmlich wieder "auf die Beine" komme. Mit einem anschließenden Urlaub hätte ich vier Wochen Zeit dafür. Zeit um aus der lähmenden Starre rauszukommen. Und wieder zeigt sich, wie "einfallsreich" ein Körper sein kann. Ein Bandscheibenvorfall ist ja das deutlichste Zeichen sich nicht mehr "bewegen" zu können. 

 

Nun springe ich in das eiskalte Wasser und versuche einen anderen Weg zu gehen. Ich hoffe sehr er funktioniert....

 

 

Starre...

Ich hatte gestern eine der eindrucksvollsten EMDR-Sitzungen meiner ganzen Therapiezeit. Ich habe ja zur Zeit so viele körperliche Probleme. Unter anderem ja heftige Rückenschmerzen. Ich berichtete meinem Arzt, dass es sich wie eine komplette körperliche Starre anfühlt. Das lies ihn aufhorchen. Starre und Trauma...der Zusammenhang fiel selbst mir dann auf. Wir nahmen diese Ausgangssituation und bearbeitete dies mit EMDR. 

 

Erst blockte ich noch etwas, weil ich wohl merkte wie intensiv dieses Thema wird. Doch als ich mich darauf einließ kam es zu einer regelrechten Welle der Verarbeitung. 

 

Neben den körperlichen Problemen steckte ich zur Zeit ja auch in den Traumagefühlen fest. Sie waren da aber ich wollte sie aus Angst nicht wahrnehmen. Da war die Angst diese Gefühle nicht aushalten zu können. Ansatzweise kamen diese Gefühle im EMDR auch hoch. Das starke Gefühl des "benutzt werden" oder die Angst waren plötzlich so deutlich da. 

 

Wir spürten dann auf, dass ich nicht nur das Problem habe, dass die Gefühle noch so stark vorhanden sind wie damals, sondern dass auch mein Körper noch denkt, die Situation ist jetzt noch da. Mein Körper kann nicht differenzieren, dass ich heute physisch in Sicherheit bin. Er schaltet praktisch alle "Hilfsmechanismen" die ich früher ja bereits als Kind entwickelt habe wieder ein. Mir ging es bereits als Kind körperlich immer sehr schlecht. Ich litt unter ständiger Übelkeit und Kopfschmerzen und wurde von Arzt zu Arzt geschleppt ohne das man etwas herausfand. Irgendwann wurde es dann einfach "normal" für mich. Das ich bereits als Kind "irgendetwas" sehr zum kotzen fand wurde nicht herausgefunden. Und sagen konnte ich damals auch nicht. Gestern habe ich im EMDR einen Satz gesagt, der mich selbst sehr aufschrecken lies. Ich sagte "Wenn ich etwas gesagt hätte, hätte es ja meine ganze Familie zerstört". Der Satz fühlte sich so fremdgesteuert an, obwohl ich ihn für so "wahr" hielt. Der Realitätscheck ergab, dass aber im Grunde nur das "Reden" mich vor vielen weiteren schlimmen Jahren bewahrt hätte. Es hätten Konsequenzen gezogen werden können. In diesem Moment war ich glaube ich endlich an dem Kern des Gefühls der Hilflosigkeit, das ich schon so lange Zeit bearbeite. Aber als Kind hatte ich keine anderen Optionen. Vor allem wenn der Missbrauch und die Gewalt aus der eigenen Familie heraus geschehen. 

 

Seit der Sitzung gestern entspant sich mein Körper immer mehr. Der Rückenschmerz wird langsam weniger. Die Starre verwandelt sich langsam in Entspannung. 

 

Beim Schreiben merke ich wie schwer es eigentlich ist, so eine EMDR-Sitzung wiederzugeben. Es passiert dabei so verdammt viel im Unterbewusstsein. Aber die Veränderungen, die dabei in so kurzer Zeit erreicht werden können sind phänomenal. Ich bin so froh und dankbar dieser Methode und diesem Arzt begegnet zu sein...

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In jedem Schlechten...

...steckt auch etwas Gutes. Dieser Leitspruch verfolgt mich nun schon seit Jahren. Und mal wieder bewahrheitete er sich. Vor zwei Wochen habe ich einen erneuten Bandscheibenvorfall bekommen. Mir ging es schon seit einiger Zeit sowohl körperlich als auch psychisch nicht so gut. Meistens sind Rückenprobleme dann ein Zeichen, dass wortwörtlich alles etwas viel ist. Als ich bei meiner Ärztin war kamen wir auf die Schilddrüse zu sprechen. Ich sagte, dass ich noch Probleme habe die richtige Dosis der Schilddrüsenhormone zu finden. Sie wollte zunächst mal die Blutwerte überprüfen und das stellte sich als Glücksfall heraus. Sie rief mich am nächste Tag an und sagte dass mein TSH-Wert "spektakulär" hoch sei. Normal ist ca. 2 und mein Wert lag bei 14. Nun wunderte mich gar nichts mehr. Ich sollte sofort höher dosieren um die Unterfunktion in den Griff zu bekommen. Das habe ich auch getan. Allerdings reagiere ich immer ziemlich heftig auf derartige Veränderungen. Nach einer Woche geht es mir aber langsam eher besser als Schlechter. Die Müdigkeit und Antriebslosigkeit verfliegen langsam und alles wird im wahrsten Sinne des Wortes "heller". 

 

Für den Rücken habe ich sehr schnell Termine bei meiner Physiotherapeutin bekommen. Da merkte ich, wie verspannt meine komplette linke Körperhälfte ist. Ich ahnte so etwas ja schon. Irgendwie ist auch das bildlich für meinen emotionalen Zustand. Auf der Ebene stecke ich gerade irgendwo fest. Die Traumatherapie läuft weiter gut. Ich komme langsam an die Traurigkeit und die Wut ran, traue mich aber nicht es wirklich zu spüren. Es ist ähnlich wie bei der Angst früher. Noch weiß ich keine Lösung für das Problem, aber immerhin ist mir das alles nun viel bewusster und ich hoffe, dass ich nicht länger somatisiere und der Körper sich wieder beruhigt. Und so entpuppte sich selbst der schmerzhafte Bandscheibenvorfall doch wieder als etwas "Gutes".........

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Von nix kommt nix

In den letzten Monaten wurde es etwas ruhig auf meiner Seite. Ich war beschäftigt und zwar mit zunehmen. Ja nach einer wirkungsvollen Diät Ende 2014 bis Mitte 2015 hatte ich 15 Kilo abgenommen und war ganz stolz auf mich. Tja und dann kam wieder der normale Alltag und schwupps waren diese 15 Kilo plus X wieder drauf. So eine Sch.... Naja und das anfuttern kostete Zeit. Und vor allem das Ärgern darüber....

 

Ich hatte aber auch ständigen Heißhunger auf Süßes oder Fettiges...am bestens beides zusammen. In der Mittagspause habe ich mir teilweise drei Stück Kuchen geholt und verspeist. Oder eine ganze Tafel Schokolade in Rekordzeit vernichtet. Nichts war vor mir sicher...naja...außer vielleicht Obst und Gemüse.

 

Ich habe schon Anfang des Jahres gemerkt, dass irgendwie versuche meine Probleme und Emotionen weg zu essen. Meine Laune wurde dadurch aber ja auch nicht besser...und so begann ein Teufelskreis.

 

Eigentlich wollte ich schon vor sechs Wochen in EMDR zum dem „Ess-Problem“ machen. Aber leider ist fiel der Arzttermin aus und so saß ich weiter allein mit dem Problem da. Der nächste Termin war nicht in Sicht.

 

Mir fielen in der Zeit zwei Bücher in die Hände. Das eine heißt „Die Fettlöserin“ von Nicole Jäger und andere „Sag, was du isst und ich weiß, was du fühlst“ von Markus Lehnert.

„Die Fettlöserin“ habe ich mir als Hörbuch angehört und war ziemlich angetan davon. Die Autorin hat in ihrer Spitzenzeit 340 Kilo auf die Waage(n) gebracht und hat sich inzwischen halbiert. Sie hat das Hörbuch selbst gesprochen, was es auch ungemein authentisch macht. Ihr Weg und vor allem ihre Tips für eine funktionierende Diät haben mich ziemlich inspiriert. Sie hat beschrieben wie schwachsinnig all die Trend-Diäten sind und warum man damit nur scheitern kann.

 

Mein Fazit aus dem Buch: Wichtig ist die richtige Motivation und Einstellung zum Abnehmen sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit Auge auf den persönlichen Kaloriengrundbedarf. Sie hat auch noch Sport als sehr wichtige Säule angeführt. Und ist ja logisch...wenn man beim Sport zusätzliche Kalorien verbrennt kann das ja nur gut sein.

 

Nach dem Hören des Buches blieb mir ein Satz irgendwie massiv in Erinnerung: Von nix kommt nix. Niemand nimmt für einen ab. Und die überflüssigen Pfunde werden auch nicht im Schlaf plötzlich von alleine weggehen...alles Illusion. Die einzige, die etwas an dieser Lage verändern kann bin ich. Und ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, ob ich weiter den Rahmen sprengen will und sehenden Auges auf die 110 Kilo zurenne...oder ob ich nicht doch die Vision einer einigermaßen normalen Figur um die 80 Kilo verwirklichen möchte. Ich habe die Wahl....

 

Mein eigentliches „Umdenken“ kam aber mit dem zweiten Buch. Das mein Essverhalten irgendwie mit den verdrängten Problemen der Traumatisierung zu tun hat war mir ja irgendwie schon immer klar. Wie sehr wurde mir aber erst durch das Lesen von „Sag, was du isst und ich weiß, was du fühlst“ klar. Der Autor beschreibt sieben verschiedene Ernährungsgruppen mit bestimmten Vorlieben z.B. nach Kohlehydraten, Eiweißen oder fetthaltigen Lebensmitteln. Er beschreibt, welche Emotionen sich hinter der Vorliebe für gewisse Lebensmittel verbergen.

Beim Lesen der ersten drei Ernährungsgruppen klingelten bei mir alle Alarmglocken. Ich fand mich in den Beschreibungen der dazugehörigen Emotionen so oft wieder. Am passendsten ist für mich aber die Ernährungsgruppe mit den fetthaltigen Lebensmitteln. Dort wird explizit auch erwähnt, dass traumatische Erfahrungen, vor allem in der Kindheit, in Zusammenhang mit dieser Ernährungsgruppe stehen. Es geht viel um das Gefühl der Sicherheit. Durch „Gewicht“ kann man sich förmlich eine Mauer um sich herum aufbauen.

 

Ich kann hier leider nicht die kompletten Beschreibungen der Ernährungsgruppen wiedergeben...ich kann nur sagen, dass ich das Buch an einem Tag förmlich „verschlungen“ habe und mir viele viele Lichter aufgegangen sind. Fast wie bei einem Alkoholiker, dem klar wird, dass er ein Alkoholproblem hat. Wie fest Emotionen und Essen miteinander verbunden sind war mir vorher nicht klar.

 

Seit einer Woche esse ich nun etwas anders. Ich verbiete mit nix oder so...ich esse einfach bewusster und versuche mich nicht mehr so einseitig zu ernähren. Generell esse ich weniger Fett und setze mehr „gesundes Zeug“ auf den Speiseplan. Es fühlt sich alles etwas anders an als vorher. Und langsam purzeln tatsächlich wieder erste Pfunde.

 

Wenn ich Heißhunger bekomme frage ich mich nun also zuerst was wirklich los ist. Auch auf die Gefahr hin, dass es mit Tränen in den Augen endet...

 

 

 

 

 

 

 

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Überforderung der Seele - PTBS Video

Diesmal folgt ein kleines Video über die PTBS der Asklepios Klinik. Es werden die vielfältigen Gründe für eine PTBS sein können. Zudem werden die Sympthome erläutert. Das Video ist sehr informativ.

 

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Die Bücherecke ist da

Ich habe heute endlich die Zeit und Gelegenheit gehabt die Bücherecke zu beginnen. Die ersten Bücher sind aufgelistet. Es stellt für mich nochmal eine kleine Reise in die Vergangenheit dar. Einige dieser Bücher waren sehr prägend für mich. Sie halfen mir durch schwere und unsichere Zeiten. Von daher werde ich glatt ein wenig sentimental. Aber das ist auch gut so. 

 

Ich habe mich zudem für die direkte Empfehlung der Bücher über Amazon entschieden. Mal sehen ob jemand über die Links bestellt. Mich würde es zumindest sehr freuen. 

 

Nun viel Spaß beim stöbern: Hier geht es zur Bücherecke

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Grenzgängerin

Vor 15 Jahren war ich eine Grenzgängerin. Ich belog, ich betrog, ich verletzte mich und ich verletzte andere. Ich trank zuviel, ich aß zuviel und ich gab zuviel Geld aus. Ich lebte am Limit und zwischen den Welten. Für mich gab es wirklich nur schwarz oder weiß….Leben oder Tod. Zum Glück bewegte mich trotz allem immer am Rand des Legalen.

 

2001 öffnete mir dann jemand die Augen. In relativ kurzer Zeit lernte mich eine Person sehr gut kennen. Dank ihres medizinischen Hintergrundes konfrontierte sie mich schnell mit meinen Problemen und auch mit einem Begriff, den ich bis dato noch nie gehört hatte: „Du verhältst dich wie eine Borderlinerin“. Ich ließ das so stehen, denn ich hatte ja keine Ahnung was das ist. Dennoch fühlte ich mich plötzlich von ihr völlig durchschaut.

Es waren die Anfänge des Internets und so begab ich mich anschließend ins Netz und surfte tagelang nach dem Begriff „Borderline“. Alles was ich über das Thema Borderline las passte zu 100 % auf meinen damaligen Zustand. Von der reinen Fachbeschreibung dieser Art der Persönlichkeitsstörung bis hin zu den vielen Berichten von Betroffenen, die es schon damals gab. Nach dieser Nacht war ich völlig fertig. Und letztlich hebelte dies wohl mein Leben noch mehr aus den Angeln. Nun hatte mein Zustand vielleicht einen Namen...aber besser ging es mir dadurch nicht. Im Gegenteil….das Chaos ging erst richtig los und dauerte noch lange an.

 

Erst im Nachhinein gesehen...mit dem Abstand vieler Jahre...war die Konfrontation an diesem Abend wohl das Beste was mir je geschehen konnte. Denn neben dem wütenden Anteil gab es ab diesem Zeitpunkt auch den hoffnungsvollen Anteil. Ein Anteil, der wusste, dass es nicht normal ist wie es mir geht und der an eine „Heilung“ glaubte. Ein Anteil der LEBEN wollte.

Ich unternahm erste halbherzige Versuche mir professionelle Hilfe zu suchen. Es war ein schwerer Schritt. Und letztlich wendete sich das Blatt erst, als so weit unten war, dass ich unfreiwillig Hilfe annehmen „musste“. Und dann folgten ganz schön harte Jahre der Arbeit.

Ich hatte irgendwie das Glück immer zum richtigen Zeitpunkt an die richtigen Menschen zu geraten. Sie standen mir zur Seite und ließen mich nicht fallen wenn es schwierig wurde. Ich habe heute noch eine Art „schlechtes Gewissen“ weil sie mir so sehr geholfen haben und ich ihnen so wenig zurück gegeben habe. Es fühlt sich an, als stehe ich in ihrer Schuld. Vielleicht war es für sie aber auch ein Baustein ihres Lebens, aus dem sie lernen konnten und noch etwas „positives“ gezogen haben.

 

Ich will nun aber nochmal auf das Thema „Borderline“ zurück kommen. Rückblickend kann ich heute sagen, dass es sich dabei in meinen Augen gar nicht um eine Krankheit handelt, sondern um eine Bewältigungsstrategie der Seele. Ich wollte mich damals um keinen Preis der Welt mit mir selbst auseinandersetzen. Ich erzeugte das äußere Chaos um das innere Chaos zu übertrumpfen. Der ganze Schmerz, die ganze Wut, die ganze Einsamkeit sollte dadurch weniger spürbar sein. Und diese zerstörerische Strategie ging tatsächlich auf.

 

Sich mit all diesen Gefühlen irgendwann auseinanderzusetzen kostete viel körperliche und geistige Kraft und Stärke. Ich bin eigentlich kein Mensch, der gerne stolz auf sich ist, doch wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich durchaus sehr stolz auf mich sein. Indem ich die Vergangenheit so bewusst aufgearbeitet habe, sind heute keine vernichtenden Bewältigungsstrategien mehr notwendig. Ich lebe ein geordnetes ruhiges Leben mit viel Vertrauen, Liebe und Geborgenheit. 2001 war das undenkbar……...

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Das Schweigen brechen

 

Heute erreichte mich die erste persönliche Nachricht über die Homepage. Es war die Bitte einen offenen Brief über die schweren Misshandlungen und Missbräuche an der Elly-Heuss-Knapp Schule zu veröffentlichen. 

 

Ich habe mich entschlossen an dieser nicht den kompletten Brief in meinem Blog einzustellen. Gern verweise ich an dieser Stelle allerdings auf die Homepage Wortkulturen, wo der gesamte Brief veröffentlicht wurde.

 

Ich habe mir zudem die Seite "Das Schweigen brechen" sowie die Facebook Seite des/der Betroffenen angesehen. 

 

Das erlittene Unrecht der Betroffenen macht einmal mehr sprachlos. Doch der Weg beschrittene Weg der Verarbeitung ist bemerkenswert. Weiter so!

 

 

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